Nach fünf anstrengenden Tagen im weichen Sand der peruanischen Wüste änderte sich das Terrain auf der 6. Etappe vom Ufer des Titicacasees nach Bolivien. Die Fahrer mussten sich nach trockenen und extrem heißen Bedingungen der Vortage nun auf rauere, teils aber auch matschigen Streckenverhältnisse einstellen. Hinzu führte diese Tagesetappe im höchsten Teil bis auf über 4.000 Meter über dem Meeresspiegel hinauf. Schwindel und Kopfschmerzen plagten die Fahrer genauso wie strömender Regen. Alle Teilnehmer freuen sich nun auf den morgigen Ruhetag in der bolivianischen Hauptstadt La Paz.

Stefan Svitko beim Start zur. 6. Dakar-Etappe 2018

Stefan Svitko beim Start zur. 6. Dakar-Etappe 2018 (Foto: Flavien Duhamel / Red Pool Contentpool)

Die unterschiedlichen Bedingungen der 6. Dakar-Etappe im Vergleich zu den Vortagen spiegeln sich auch in den Tagesergebnissen wieder. Die „Wüstenfüchse“ der vorherigen Etappen platzierten sich mit Ausnahme des Argentiniers Kevin Benavides, der seine vorläufige Gesamtführung vor dem Ruhetag beibehält, nicht unter den Top 5. Insgesamt platzierten sich die fünf führenden Fahrer auf der 6. Etappe der diesjährigen Rallye Dakar innerhalb eines engen 2-Minuten-Fensters.

In Peru war es noch trocken: Xavier de Soultrait von Yamalube

In Peru war es noch trocken: Xavier de Soultrait von Yamalube (Quelle: Yamaha Motor Europe)

Am besten kam Red Bull KTM-Fahrer Antoine Meo mit den geänderten Bedingungen zurecht, der die sechste Etappe der Dakar 2018 mit knappem Vorsprung für sich entscheiden konnte. Sein Teamkollege Toby Price kam als Dritter in Bolivien an.

In Bolivien änderten sich die Bedingungen dramatisch - Hier Toby Price

In Bolivien änderten sich die Bedingungen dramatisch – Hier Toby Price (Foto: François Flamand / DPPI / Red Bull Content Pool)

Für Honda bleibt in direkte Schlagdistanz zu den KTM-Redbull-Fahrern und freut sich über Rang 2 von Kevin Benavides und Diego Martin Duplessis. Das Argentinische Doppel für auf der Honda CRF 450 Rally mit nur 30 Sekunden bzw. etwas über einer Minute Rückstand auf den Tagessieger durch das bolivianische Ziel.

Toby Price sieht man die Strapazen der vergangen Tage an

Toby Price sieht man die Strapazen der vergangen Tage an (Foto: Flavien Duhamel / Red Pool Contentpool)

Nach einem gut kalkulierten Angriffsplan fuhr Adrien Van Beveren als Achter über die Ziellinie und bleibt dem Gesamtführenden Kevin Benavides mit nur 1:57 Minute dicht im Nacken. Sein Yamaha-Team-Kollege Xavier de Soultrait verlor im tiefen Matsch auf halber Strecke etwas Zeit, bleibt aber mit Platz vier in der vorläufigen Gesamtwertung der Dakar 2018 in Schlagdistanz zum führenden Trio.

Adrien Van Beveren kommt nass in La Paz an

Adrien Van Beveren kommt nass in La Paz an (Quelle: Yamaha Motor Europe)

Pablo Quintanilla von Rockstar Energy Husqvarna Factory Racing arbeitet sich solide nach oben und erreichte einen starken sechsten Platz auf der Tagesetappe.

Ergebnisse der 6. Tagesetappe

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Vorläufige Motorrad-Gesamtwertung der Dakar 2018

  1. Kevin Benavides (ARG), Honda, 16:33:20
  2. Adrien van Beveren (FRA), Yamaha, 16:35:17 +1: 57
  3. Matthias Walkner (AUT), KTM, 16:36:10 +2: 50
  4. Xavier de Soultrait (FRA), Yamaha, 16:42:44 +9: 24
  5. Joan Barreda (ESP), Honda, 16:42:53 +9: 33
  6. Toby Price (AUT), KTM, 16:42:59 +9: 39