Vorstellung Ducati Scrambler Icon: Besser gerüstet für 2019

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Mit ihrer Submarke Scrambler setzt Ducati auf die „pure Essenz des Motorradfahrens“. Die Ducati Scrambler sind bezahlbare Maschinen, optisch aufs Wesentliche reduziert, technisch ohne großen Elektronik-Schnickschnack, dafür leicht und fahrspaßbetont. Ducati nennt es die perfekte Mischung aus Tradition und Innovation. Mehr als 55 000 abgesetzte Einheiten der vielköpfigen Scrambler-Familie macht sie hausintern zur Nummer eins. Fast jede dritte Ducati ist eine Scrambler. Zum Modelljahr 2019 spendiert der Motorradhersteller aus Bologna ein umfassendes Update für sein Bestseller-Bike.

Ducati Scrambler Icon 2019
Die Ducati Scrambler Icon wird für 2019 überarbeitet (Foto: Ducati, Alberto Cervetti)

Den Anfang macht das Basismodell Scrambler Icon. Moderner, komfortabler und vor allem sicherer soll die Lifestyle-Maschine im Post-Heritage-Look werden. Ducatis Werber sprechen von einer „Joyvolution“. Wichtigste Neuerung ist das schräglagenfähige Zweikanal-ABS von Bosch. Das bislang meist höherpreisigen Modellen vorbehaltene System ermöglicht auch in Kurven bestmögliche Verzögerung. Beim Bremsen in Schräglage verhindert es wirkungsvoll das gefährliche Aufstellen und ungewollte Geradeausfahren des Motorrads. Ein echtes Sicherheitsplus.

Ducati Scrambler Icon 2019
Unter anderem bekommt die Ducati Scrambler einschräglagenfähiges Zweikanal-ABS (Foto: Ducati)

Auch in puncto Informationspolitik ist der Modelljahrgang 2019 State-of-the-Art: Das LCD-Display des klassischen Rundinstruments zeigt jetzt auch den eingelegten Gang und den Tankstand an. Über das optionale Ducati Multimedia System (DMS) können Fahrer ihr Smartphone koppeln. Dann funkt das Motorrad via App Daten wie Streckenverlauf und Schräglagenwinkel aufs Handy und spiegelt eingehende Anrufe sowie die Musiktitel der Playlists aufs Motorrad-Display. Unter der Sitzbank befinden sich ein Ablagefach samt USB-Anschluss fürs sichere Verstauen und Laden während der Fahrt.

Ducati Scrambler Icon 2019
Bessere „Informationspolitik“ im LCD Display (Foto: Ducati)

Die neuen, selbsterklärenden Lenkerschalter stammen aus dem oberen Konzernregal. Das beschert der Scrambler wie einigen ihrer großen Geschwister selbstabschaltende Blinker. Sie sind wie das Rücklicht und das auffällige Tagfahrlicht in LED-Ausführung. Das DLR (Daytime Running Light) wird jetzt durch ein schwarzes, hinter der Streuscheibe verschraubtes „X“ in vier gleich große Bögen unterteilt. Den dazugehörigen Klarglasscheinwerfer samt Aluminium-Einfassung kennen Fans der Marke von der großen Scrambler 1100.

Ducati Scrambler Icon 2019
Die Scrambler Icon bekommt Vieles von den 1100er Modellen (Foto: Ducati)

Ähnlich wie bei der 1100er sind die Alublenden des Tanks jetzt betont ausgeformt. Das verleiht der angenehm schmalen Scrambler einen etwas athletischeren Auftritt. Die Sitzbank ist dank neuer, komfortablerer Polsterung jetzt acht Millimeter höher. Fahrer, bei denen sich 798 mm Abstand zwischen Hintern und Asphalt nicht als Idealmaß erweisen, können als Zubehör eine flachere oder höhere Bank ordern. Erfreulich leichtgängig und fein dosierbar arbeitet die jetzt hydraulisch betätigte Anti-Hopping-Kupplung. Der Hebel links am Lenker kann wie bei der Vorderbremse manuell justiert werden.

Das Fahrwerk haben die Ducati-Techniker komplett überarbeitet. Die Rückmeldung zwischen Mensch, Maschine und Asphalt darf getrost als optimal bezeichnet werden. Das war sie in den Augen vieler Fahrer allerdings vorher auch schon. Die Scrambler Icon lässt sich wunderbar leichtfüßig und unkompliziert in die Kurven werfen. Die grob profilierten Pirelli-Reifen verzahnten sich bei ersten Testfahrten in der Toskana vertrauensvoll und zuverlässig mit dem Straßenbelag. Die neuerdings maschinell bearbeiteten Gussräder messen vorn 18 Zoll, hinten sind es 17 Zoll. Auf Wunsch können Speichenfelgen aufgezogen werden.

Ducati Scrambler Icon 2019
Ducati Scrambler Icon bekommt auch ein Fahrwerks-Update (Foto: Ducati)

Schwinge, Rahmen und Motor sind jetzt einheitlich schwarz. Dadurch wirkt die Scrambler unter der Gürtellinie wie aus einem Guss. Die gebürsteten Kühlrippenenden putzen den lackierten Motor fein heraus. Die beiden glasperlengestrahlten Krümmerrohre wirken geradezu edel, genau wie die neu gestaltete Auspufftopfblende.

Den bewährten 803-ccm-Motor hat Ducati nicht angetastet. Mit seinen 73 PS sowie 67 Newtonmetern bei knapp 6000 Touren hängt der Zweizylinder wunderbar am Gas und liefert vor allem im unteren Drehzahlbereich ordentlich Schub. Der Sound ist Ducati-typisch famos und zahlt zuverlässig auf das Gesamtfahrvergnügen ein. So gesehen ist die neue Scrambler ganz die alte. Ein lässiges Gute-Laune-Motorrad, das in seiner ganzen Schlichtheit saugut aussieht. Standardfarbe ist weiterhin „62 Yellow“, neu dabei ist „Atomic Tangerine“. Für 100 Euro Aufpreis ersetzt der poppige Blutorangen-Ton fortan die rote Lackierung.

Die Preise beginnen jetzt bei 9190 Euro plus 305 Euro Nebenkosten. Die Auslieferung startet im Oktober.

Technische Daten Ducati Scramber Icon

  • Motor: L-Twin, 803 ccm, luftgekühlt
  • Leistung: 54 kW / 73 PS bei 8250 U/min
  • Max. Drehmoment: 67 Nm bei 5750 U/min
  • Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h
  • Beschleunigung 0 – 100 km/h: 4,1 s
  • Getriebe: sechs Gänge
  • Antrieb: Kette
  • Tankinhalt: 13,5 Liter
  • Sitzhöhe: 798 mm
  • Gewicht: 189 kg (fahrbereit)
  • Normverbrauch: 5,0 l/100 km
  • CO2-Emissionen: 117 mg/km
  • Bereifung: 110/80 R 18 (vorne), 180/55 R 17 (hinten)

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[Autor: Ralf Bielefeldt]

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