Ringwerk gedenkt Legenden des Grand-Prix-Sports

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Das Motorsport-Erlebnismuseum Ringwerk macht Grand-Prix-Legenden vergangener Tage in der neuen Motorrad-Ausstellung „Motorcycle – Grand-Prix-Legends“ lebendig. Mit den Maschinen berühmter Fahrer und Informationen zu den Geschichten dahinter, gibt sie Einblicke in den Zweirad-Rennsport am Nürburgring. Ab sofort können Besucher diese Geschichten anhand der wertvollen Exponate erleben.

Rückblick: Samstag, 18. Juni 1927. Der Nürburgring wird feierlich eröffnet. Um 14:30 Uhr sind die ersten Motoren inmitten der Eifelwälder zu hören. Im Rahmen des Eifelrennens für Motorräder wird den waghalsigen Piloten diese Ehre zuteil. Das Rennen auf dem Gesamtkurs von rund 28 Kilometern markiert den Beginn des Motorradsports am Nürburgring. Es gewinnt Toni Bauhofer auf seiner 500 Kubikzentimeter starken BMW.

Große Rennen, Namen und Champions

Auch Ausnahmepiloten wie Toni Mang, Jon Ekerold oder Ralf Waldmann geben auf dem Nürburgring Gas und nehmen auf dem Weg zu Titel und Triumphen den einzigartigen Asphalt dieser Rennstrecke unter zwei Räder. Heute finden sich die geschichtsträchtigen Erinnerungsstücke im Ringwerk wieder. Auch die Weltmeister-Maschine von Stefan Bradl aus dem Jahr 2011 ist dabei.

Direkt nebenan auf dem Podest wird die Geschichte einer ganz besonderen Rivalität erzählt – die von Toni Mang und Jon Ekerold. Letzterer von beiden ist für die Eröffnung der Ausstellung eigens angereist. Der gebürtige Südafrikaner spricht hervorragend deutsch und ist der einzige Privatier, der im Rahmen der Motorrad-Straßenweltmeisterschaft bis 350 Kubikzentimeter 1980 den Titel gewinnen konnte. Den entscheidenden Sieg holte er gegen seinen direkten Rivalen Toni Mang im letzten Saisonrennen am Nürburgring.

Auf der Kawasaki KR 250 holte sich Toni Mang zwei Weltmeistertitel
Auf der Kawasaki KR 250 holte sich Toni Mang zwei Weltmeistertitel (Foto: Kawasaki)

An das Duell erinnert er sich bis heute: „Durch einen Stein hatte ich für kurze Zeit keine funktionierende Hinterradbremse und verlor deshalb wertvolle Zeit auf Toni. Ich dachte mir: Das kann nicht sein, habe anschließend auf der Nordschleife alles gegeben und ihn doch noch überholt. Am Ende gewann ich mit 200 Metern Vorsprung und wurde Weltmeister. Schade für ihn, aber mit seinen fünf WM-Titeln konnte er auch mal einen abgeben.“

Bereits 2017 wurde das Konzept des Erlebnismuseums, die Geschichte und die Helden der einzigartigen Rennstrecke mehr in den Mittelpunkt zu rücken, durch die Ausstellung „Ringmarks – Auf den Spuren der Legenden“ bereichert. 2018 folgte die persönliche Ausstellung „Graf Berghe von Trips – Ritter, Reiter, Rennfahrer“.

Die neue Ausstellung „Motorcycle – Grand-Prix-Legends“ ist ab sofort für alle Besucher des Ringwerks im Rahmen der Öffnungszeiten erlebbar.

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