Aprilia RS 660 – Rückkehr in die Mittelklasse

0

Die seit 2004 zu Piaggio gehörende, italienische Motorradmarke Aprilia „polarisierte“ bislang mit 125ern auf der einen Seite und hubraumstarken Modellen mit mindestens 900 Kubikzentimetern Hubraum auf der anderen Seite. Dazwischen gab es bislang nichts. Mit Vorstellung einer Serienversion auf der EICMA 2019 kehrt Aprilia nun endlich in die Mittelklasse zurück und schließt mit der RS 660 diese Lücke. Im kommenden Jahr soll die Aprilia RS 660 auch in Deutschland auf den Markt kommen.

Pistenperformer mit 100 PS: Aprilia RS 660
Pistenperformer mit 100 PS: Aprilia RS 660 (Foto: Piaggio)

Die kleine Supersportlerin wird von einem neu entwickelten 660-ccm-Parallel-Twin befeuert, dessen 100 PS auf bescheidene 169 Kilogramm stoßen. Fünf Fahrprogramme sollen der RS 660 ein breites Einsatzspektrum bis hin zur Rennstrecke eröffnen. Das sieht man dem aerodynamisch optimierten Pistenperformer auch an. Sehenswert an der Aprilia RS 660 sind auch die polierten Aluprofile der Rahmenkonstruktion sowie die bananenförmige Hinterradschwinge. Diese verfügt über ein Zentralfederbein, vorne gibt eine ebenfalls verstellbare Upside-down-Gabel mit 41er-Rohren. Radial befestigte Sättel von Brembo nehmen die 32 Zentimeter großen Scheiben vorne in die Zange.

Vorn besitzt die Aprilia RS 660 eine verstellbare Upside-down-Gabel mit 41er-Rohren
Vorn besitzt die Aprilia RS 660 eine verstellbare Upside-down-Gabel mit 41er-Rohren (Foto: Piaggio)

Die RS 660 soll dem Nutzer auf kurvigen Landstraßen wie auch auf Rennstrecken Spaß bereiten. So sind zwei der fünf abrufbaren Fahrmodi speziell für Einsätze auf dem Track gedacht. Der Modus „Time Attack“ erlaubt individuelle Einstellungen. Zudem sind eine Reihe von Regelsystemen wie Kurven-ABS, Traktions- und Wheelie-Kontrolle aber auch ein Tempomat an Bord. Außerdem gibt es einen Quick-Shifter, der Schaltvorgänge ohne Kupplungsbetätigung erlaubt. Die für die Regelelektronik nötigen fahrphysikalischen Informationen liefert dem Bordcomputer ein Sechsachsensensor.

Auch die Aprilia RS 660 verfügt über einen Sechsachsensensor
Auch die Aprilia RS 660 verfügt über einen Sechsachsensensor (Foto: Piaggio)

Fahrrelevante Informationen zeigt die Aprilia auf einem TFT-Display im Cockpit an. Optional steht ein Konnektivitätssystem zur Wahl, das die Verbindung mit einem Smartphone erlaubt. Damit lassen sich unter anderem Infos einer Navigations-App auf dem Display anzeigen.

Mit der Tuono 660 Concept zeigt Aprilia auch gleich noch eine gemäßigtere Version seiner neuen Baureihe mit reduzierter Verkleidung, kleinerer Scheibe, aufrechterer Sitzposition und breiterem Lenker. Dank 95 PS Ausgangsleistung ließe sich die Tuono auch für den A2-Führerschein auf 48 PS drosseln, so dass sich die Marke für Einsteiger öffnet.

Die 95 PS starke Aprilia Tuono 660 Concept ließe sich auch auf 48 PS drosseln
Die 95 PS starke Aprilia Tuono 660 Concept ließe sich auch auf 48 PS drosseln (Foto: Piaggio)

Zum Marktstarttermin und zum Preis gibt es noch keine offiziellen Informationen, doch für die vermutlich im Frühjahr verfügbare RS 660 wird sehr wahrscheinlich eine niedrige fünfstellige Summe fällig.

Leave A Reply