Bereits seit 16 Jahren fährt Thomas private Motorradrennen, wechselte dann 2011 in die Classic-Superbike Szene und geht dort mit der Startnummer 68 als ‚Ruckyfumi‘ an den Start. Die derzeitige Rennserie, die Classic-Superbike Master Series, wird von der CSBK veranstaltet und Thomas gewann diese bereits zweimal in den Jahren 2012 und 2013. Sein bisher größte Erfolg war der Sieg der European Yamaha Days 2006 in Brno. Geschwindigkeit und Performance liegen ihm also im Blut.

Suzuki GS 750 - Mix aus Cafe Racer und Classic Racer

Suzuki GS 750 – Mix aus Cafe Racer und Classic Racer (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Thomas vertraut dabei auf ML Performance. Hinter der Motorradwerkstatt steckt Markus Lehn, der die Motoren für die Classic Superbike Serie tunt. Er hat sich auf das Tuning der Yamaha FJ Motoren spezialisiert und dort bereits sehr viel Erfahrungen gesammelt. Die Motoren von ML Performance, die für ‚Ruckyfumi‘ gebaut werden, sind leistungsstark und standfest – zwei elementar-wichtige Eigenschaften im Rennsport.

Im Look der 70er Jahre: Ducati-Kanzel

Im Look der 70er Jahre: Ducati-Kanzel (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Lust auf ein Motorrad für die Straße

In der Classic Superbike Szene angekommen, entstand auch schnell die Lust ein Motorrad für die Straße zu bauen. Die Suzuki GS 750 hat sich dabei angeboten, da sie optisch recht schön ist und von Werk aus Speichenräder besitzt. Bei der preiswertestes GS 750 griff Thomas dann zu. Das war leider ein Fehler und die Substanz war so schlecht, dass sehr viele Teile an der Suzuki ausgetauscht werden mussten.

Gelungen: Heck aus Metall nahtlos eingepasst

Gelungen: Heck aus Metall nahtlos eingepasst (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Als die Maschine dann in seiner Garage stand, verfolgte Thomas zunächst verschiedene Ideen. Unter anderem war das originale Heck gar nicht mal schlecht und war durchaus eine Option für den geplanten Umbau. Andererseits reizte ihn auch ein radikalerer Umbau in Richtung Cafe Racer Höcker. Eines stand aber fest: die Ducati Kanzel fand er schon immer geil und wollte diese unbedingt verbauen. Der 70er Jahre Look ist einfach zu verlockend.

GS 750

Die Suzuki GS 750 Ausgangsbasis war erbärmlich (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Umbau zum GS 750 Cafe Racer

Am aufwendigsten gestaltete sich die Anpassung des Rahmes, den der GS 750 Cafe Racer sollte unbedingt eine ‚cleane Optik‘ bekommen. Im ersten Schritte befreite er den Rahmen von allem Überflüssigen, nicht einmal der Seitenständer hat das Stripping überlebt. Nach allen Anpassungen bekam das Chassis eine schützende Pulverbeschichtung.

GS 750

Der Rahmen wurde komplett umgebaut (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Letztendlich fiel die Entscheidung zugunsten eines Cafe Racer Hecks aus, das ‚Ruckyfumi‘ ganz aus Metall anfertigte. Alles passt nun auf den Millimeter genau und so sitzt beispielsweise der Höcker auf einen geschlossenen Rahmensockel. Nur zwei kleine Muttern trennen die Sitzbank/Höcker-Kombination und Rahmen. Die gesamte Elektronik befindet sich in einem Fach und wird vom Höcker abgedeckt.

GS 750

Handwerklich sauber gelöst – geschlossenes Racer-Heck (Quelle: Thomas Ruckriegel)

GS 750

Einpassung der Kanzel und erste Skizzen zur farblichen Gestaltung (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Hinten montierte er leistungsfähige Koni Stoßdämpfer. Die Telegabel bekam neue Simmerringen und ein ‚härteres‘ Gabelöl spendiert.

Um keinen Ärger bei der HU zu bekommen, verbaute Thomas fast nur Originalteile. Die Fußrasten stammen deshalb von der Suzuki GSXR 750 und die Lenkerstummel von der Honda NS125. All diese Sachen sind eingetragen. Bei Cockpit und Tank bleiben die originalen GS-Teile erhalten, die sich in die Optik sehr gut einfügen. Rücklicht und Blinker sind auf eine minimalst mögliche Größe geschrumpft und verfügen über modernste LED-Technik. Der Scheinwerfer vorn blieb Old School.

Die Serien-Räder wurden pulverbeschichtet, neu eingespeicht und bekamen Conti Classic Attack aufgezogen – was sonst. Und die Kette stammt aus unseren Rennteam und ist mit einer 520er Breite echt filigran und 1,2 Kilogramm leicht. Auch das sieht echt Old School aus!

Entstanden ist so ein Mix aus Cafe Racer und Classic Racer.

ML Performance kümmerte sich um den GS 750 Motor

Den Motor hat ML Performance komplett neu aufgebaut. Alle Lager, die Kupplung, Ventilsitze, Dichtungen und Ansaugummis sind alle neu. Der Motor wurde zudem modifiziert, Kompression erhöht und die Kanäle bearbeitet.

GS 750

Den Motor hat ML Performance komplett neu aufgebaut (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Jetzt leistet sein GS 750 Cafe Racer – mit elektronischer Zündung von Dynatec und offenen Vergasern – 90PS am Hinterrad. Respekt, wenn man bedenkt, dass das werkeseitige Triebwerk „nur“ 63 PS im Gepäck hat. Der 4-in-1 Auspuff 4 stammt von Lenhardt und Wagner.

Im fünften Gang durch den Ort cruisen, aufziehen und spielend auf 200 Sachen beschleunigen, kein Problem! Das Ganze untermalt von einer V8 ähnlichen Soundkulisse, das ist das, was die GS 750 ausmacht – Gänsehaut pur.

So schaut der GS 750 Caferacer ohne Kanzel aus

So schaut der GS 750 Caferacer ohne Kanzel aus (Quelle: Thomas Ruckriegel)

Mehr Infos zu Thomas‘ Sport-Karriere findet ihr unter: www.ruckyfumi.de