Curtiss Zeus – Ein Elektromotorrad für die Götter

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Auch wenn wir uns bei Nippon-Classic.de schwerpunktmäßig den japanischen Motorrädern mit klassischem Verbrennungsmotor widmen, möchten wir euch den Blick in die Zukunft nicht verwehren. Und ganz besonders nicht, wenn die Zukunft so radikal aussieht, wie dieses Konzept-E-Bike von Curtiss aus den USA. Curtiss heißt die neue Motorradmarke, die in Zukunft exklusive Motorräder mit E-Antrieb und außergewöhnlicher Optik bauen will. Und der Name Curtiss geht auf eine große Legende zurück, den amerikanischen Rennfahrer und Luftfahrtpionier Glenn Curtiss, mit dessen V8-Flugzeugmotor einst auch Soichiro Honda während seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei „Art Shokai“ in Berührung kam.

Curtiss Zeus
Die Curtiss Zeus wurde im Mai 2018 offiziell in Kalifornien enthüllt (Quelle: Curtiss)

E-Bike Curtiss Zeus

In puncto Design eröffnen E-Antriebe für Motorräder völlig neue Möglichkeiten. Wie diese in Zukunft aussehen könnten, verdeutlicht ein jüngst enthülltes Konzept-Bike namens Zeus, das in Hinblick auf das Design extravagante Wege geht.

Curtiss Zeus
Starkes Stück: Curtiss Zeus Concept-Bike (Quelle: Curtiss)

Zentrales Element der Zeus ist ein massiver Batterieblock mit metallisch wirkender Außenhaut. Der Stromspeicher befindet sich dort, wo bei konventionellen Motorrädern Motor und Getriebe unterkommen. Das Außendesign des Akkus könnte man deshalb auf den ersten Blick auch für einen Motor halten. Davon gibt es im Fall der Zeus gleich zwei, die in einem Gehäuse im hinteren Teil zwischen Batterieblock und der rohrförmigen Sitzbank unterkommen. Das Gehäuse der E-Maschine bietet zugleich die Anlenkpunkte für die Hinterradschwinge und ein zentral montiertes Federbein. Das Vorderrad wird von einer aus massivem Metall gearbeiteten Parallelogramm-Gabel mit Zentralfederbein geführt. Weitere Besonderheiten sind LED-Leuchten vorne und hinten, Vollcarbonräder sowie ein Touchpad als Cockpit.

Curtiss Zeus
Das wuchtige Batteriepaket weckt Erinnerungen an einen Motor (Quelle: Curtiss)

Angesichts der massiv wirkende Bauweise und einer 14,4 kWh großen Lithium-Ionen-Batterie dürfte die Zeus kein Leichtgewicht sein. Aber Curtiss verwendet bei der Zeus gleich zwei Motoren von Zero Motorycles. Sie bringen es in Kombination auf eine Leistung von 173 PS und fast 400 Newtonmeter Drehmoment und dürften somit eine leichtes Spiel mit dem Elektro-Motorrad haben. Die beiden E-Motoren stecken in einem Gehäuse zwischen Batterieblock und der Sitzbank, das auch als Anlenkpunkt für die Hinterradschwinge und das zentral montierte Federbein dient. Über Fahrleistungen und Reichweite macht Curtiss keine Angaben. Auch einen Preis für das voraussichtlich erst 2020 verfügbare Serienmodell, das vermutlich in limitierter Stückzahl produziert wird, nennt der Hersteller noch nicht.

Curtiss Zeus
2020 soll die Serienversion der Curtiss Zeus fertig sein (Quelle: Curtiss)

 

(Autor: Mario Hommen/SP-X, Jens Schultze)

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