Deutscher Motorradmarkt um über 19 Prozent eingebrochen

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Erwartungsgemäß ist der Motorradabsatz in Deutschland nach dem Abverkauf von Euro-3-Maschinen und Motorrädern ohne ABS zum Jahresende 2016 im letzten Jahr eingebrochen. Für den Dezember ermittelte der zuständige Industrieverband Motorrad (IVM) mit 3439 Motorrad-Neuzulassungen ein Minus gegenüber dem Vergleichsmonat 2016 von fast 80 Prozent. Für das Gesamtjahr 2017 ergibt sich ein Rückgang von über 19 Prozent auf 139 831 Fahrzeuge. Das ist der niedrigste Wert seit 2013, dem Jahr der Führerscheinreform.

BMW R 1200 GS Rallye
Beststeller in einen schwachen Motorradjahr: BMW R 1200 GS Rallye (Quelle: BMW)

Bei den klassischen Krafträdern gingen die Verkäufe in den vergangenen zwölf Monaten um 14,2 Prozent auf 108 877 Maschinen zurück. Die beliebtesten Modelle des Jahres 2017 waren nach Angaben des Industrieverbandes Motorrad erneut die BMW R 1200 GS (8333 Stück), gefolgt von der Yamaha MT-07  mit 3493 Einheiten und der Kawasaki Z 650 mit 2655 Neuzulassungen.

Kawasaki Z 650
Kawasaki freut sich über die Zulassungszahlen der Z 650 (Quelle: Kawasaki)

Der Absatz von Kraftrollern sank um 13,2 Prozent auf 10 885 Fahrzeuge. Topseller waren wie gewohnt die Vespa GTS 300 Super (4051 Auslieferungen), der Piaggia MP3 500 (903 Neuzulassungen) und der Honda SH 300 (708 Stück).

Bei den Leichtkrafträdern brach die Nachfrage drastisch um 35,7 Prozent auf 15 441 Maschinen ein. Das sind über 8500 Fahrzeuge weniger als 2016. Die KTM 125 Duke verteidigte mit 2748 ihre Spitzenposition vor den beiden Yamaha-Modellen MT-125 (2637 Stück) und YZF-R 125 (1216 Zulassungen).

Die Neuzulassungen von Leichtkraftrollen sank im vergangenen Jahr um über 6000 Stück (–32,4 %) auf 12 628. Verkaufstärkste Modelle waren die Vespa-Modelle Primavera (1485 Einheiten) und GTS Super 125 (709 Auslieferungen) sowie der Piaggio Liberty 125 (668 Fahrzeuge) aus dem selben Konzern.

Die höchsten Marktanteile vereinen die Hersteller BMW (18,1 %), Honda (12,7 %) und Yamaha. (11,9 %) auf sich, die rund 43 Prozent des gesamten Motorradmarkts in Deutschland ausmachen.

Yamaha MT-07
Yamaha ist die Nummer 3 in Deutschland (Quelle: Yamaha)

Facebook-Kommentare zum Beitrag

Alexander R.: „Die Führerscheine sind mittlerweile so teuer geworden, dass sich Jugendliche auf den B beschränken und nicht gleich den A1/A2 mit erwerben, wie das früher oft der Fall war. Zudem müssen die Fahrer von alten Zweiradmühlen mit schlechter Abgastechnik kein Fahrverbot in Umweltzonen fürchten, somit gibt es für sie auch keinen Grund, auf Neumaschinen zu wechseln.

Michael S.: „Warum soll ich mir ein neues Motorrad kaufen? Meine Oldies laufen noch so gut und die sind viel schöner als jedes Neue. Ich muss damit keine Grenzwerte einhalten. Weder Abgas noch Lautstärke, da macht fahren noch Spaß.

 

(Quelle: IVM, Auto-Medienportal)

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