Bremen Classic Motorshow vom 5.-7. Februar 2016

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Japan- Attacke! Die Modelle der Sonderschau Motorrad

Die Geschichte der japanischen Motorräder ist anspruchsvoll – und aggressiv: Schnell und innovativ war die Entwicklung der Modelle, die den internationalen Markt ab den 1960er-Jahren überfluteten. Die Bremen Classic Motorshow bietet vom 5. bis 7. Februar 2016 unter der Überschrift „Japan: Attacke!“ eine Sonderschau mit 15 Motorrädern aus Japan. „Wir zeigen eine bunte Palette, zusammengestellt aus frühen Straßenmodellen und zahlreichen Werksrennmaschinen“, sagt Frank Ruge, Projektleiter der Bremen Classic Motorshow.

Die Honda C 77 beispielsweise wartete 1959 noch mit dem zeitgenössischen Erscheinungsbild eines Tourenmotorrads auf, doch ihr 305 ccm-Zweizylindermotor zeigte hochmoderne Details. Yamaha begann 1959 mit der YDS 1 die Reihe sportlich wirkender 250 ccm-Zweitakt-Zweizylinder, sogar in der 100 ccm-Klasse setzte man 1966 bei der YL 1 auf Zweizylinder. Mit dieser Motorenbauart kam die Marke zu großen Rennerfolgen. Die Yamaha TD 2 brachte beispielsweise Lothar John 1968 die Deutsche Meisterschaft in der 250 ccm-Klasse ein.

Bremen Classic Motorshow
Bremen Classic Motorshow (Quelle: Veranstalter)

Mit einem wassergekühlten Dreizylinder-Zweitaktmotor überraschte Suzuki die Motorradfreunde. Als Tourenmodell gedacht, wurde jedoch auch eine Rennmaschine für die neue 750 ccm-Klasse daraus abgeleitet. Die Werksmaschine von 1975 fuhr John Newbold. Ebenfalls vom Serienmodell leitete Honda die Werksmaschine für die Langstrecken-Weltmeisterschaft ab: Die RCB mit dem hochgezüchteten Spezialmotor setzte Roland Eckert 1976 mit den Fahrern Helmut Dähne und Egid Schwemmer ein.

Suzuki ließ für die Grand Prix-Rennen um den Weltmeistertitel einen Zweitakt-Drehschiebermotor mit vier im Quadrat angeordneten Zylindern folgen. Werksfahrer Graeme Crosby siegte 1980 bei der Senior-TT auf der Isle of Man mit dieser XR 34.

Aus einer französisch-japanische Kooperation entstanden die Elf-Hondas, die in den 1980er-Jahren Fahrwerks-Konzepte mit Formel 1-Anleihen zeigten. Die Elf-e kam bei Langstreckenrennen zum Einsatz. Yamaha brachte eine ähnliche Vorderradaufhängung 1986 in Serie, auf dieser Basis wurde die FZR für das Acht-Stunden-Rennen von Suzuka präpariert. Kawasaki hatte im Serienprogramm in den 1970ern mit Dreizylinder-Zweitaktern für Furore gesorgt, die Weltmeistertitel in den 1980ern holte man mit Tandem-Zweizylindern in der 250 und 350 ccm-Klasse.

Mit der Einführung der Superbike-Weltmeisterschaft konnten die japanischen Hersteller entsprechende Rennversionen ihrer sportlichsten 750 ccm-Vierzylinder an den Start bringen. Honda hatte mit der RS 750 bereits 1984 eine V-Vierzylinder-Werksrennmaschine auf der Isle of Man im Einsatz, Kawasaki setzte auf Reihenvierzylinder. Die ZXR 7 fuhr ab 1988 als Superbike wie als Langstrecken-Rennmotorrad.

Die Bremen Classic Motorshow findet von Freitag bis Sonntag, 5. bis 7. Februar 2016, in allen Hallen der Messe Bremen plus der mobilen Halle 8 statt. Die Hallen sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Die Tageskarte kostet 16 Euro. 

Mehr Infos unter www.classicmotorshow.de.

Eine Rückschau auf die Bremen Classic Motorshow 2014 gibt es hier.

(Text: MESSE BREMEN, Fotos: MESSE BREMEN/Stefan Knittel)