Bremen Classic Motorshow 2020 vom 31. Januar bis 2. Februar

0

Die Bremen Classic Motorshow 2020 öffnet am Freitag, 31. Januar, zum 18. Mal ihre Tore. Bis Sonntag, 2. Februar, füllen rund 600 Aussteller aus zwölf Nationen die insgesamt acht Hallen der MesseBremen und zelebrieren mit den Fans klassischer Fahrzeuge den Auftakt der neuen Oldtimersaison.

Zu sehen ist Tollkühns Seeley-Honda bei einer Premiere auf der Bremen Classic Motorshow: die Classic Custom Motorcycle Lounge im Spiegelsaal der Halle 1 mit 40 einzigartigen Motorrädern, die doch zwei Gemeinsamkeiten haben. Es sind individuelle Umbauten, die auf der Basis von Rahmen klassischer, vor 1995 gebauter Motorräder entstanden sind. Dort steht etwa eine Moto Guzzi Le Mans 3 neben einer BMW R 60 aus den 1980er-Jahren, beide sind kaum wiederzuerkennen. Die ausgestellten Maschinen aus Kategorien wie Bobber, Scrambler, Tracker und Cafe Racer spiegeln die Kreativität auf höchstem handwerklichem Niveau der norddeutschen Customizer-Community wider. „Und auch diese Szene wächst“, weiß Tollkühn, der ein Online-Forum für rund 17.000 Cafe-Racer-Interessierte betreibt.

Erstmals stellt in den Bremer Messehallen die Customizer-Community aus. Unter den 40 Motorrädern ist auch René Tollkühns umgebaute 1977er Seely-Honda CB 750 Four. (Foto: René Tollkühn)

Zwar würde René Tollkühn sich nicht als Tuner bezeichnen, aber auch er hat sich der Individualisierung seiner Klassiker verschrieben. Der 46-Jährige ist bevorzugt auf zwei Rädern unterwegs und für ihn gehört das Umbauen, also Customizing, zur Kultur des Motorradfahrens. An seiner schiefergrauen 1977er Seeley-Honda CB 750 Four sind nur noch der Rahmen, der Tank, der Motor und die Radnaben original. „Den Rest habe ich nach meinen Vorstellungen optimiert. Dadurch ist die Straßenmaschine nun leichter, handlicher und sieht auch besser aus“, sagt Tollkühn.

Mehr Klassiker, die nicht den gängigen Kriterien entsprechen, sehen die Besucher etwa in Halle 6. Dafür gemacht, lange Strecken zurücklegen zu können, und serienmäßig mit einem Acht-Zylinder-Motor ausgestattet, strotzen die fünf US-amerikanischen Wagen der 1960er- bis 1980er-Jahre nur so vor Patina. Statt im originalgetreu restaurierten Sammlerzustand fahren die „V8-Surfcars“ mit Rost, Beulen und Aufklebern vor und bringen noch heute Wellenreiter zum nächsten Surfspot. „Kombis, Busse, Jeeps und Pick-ups, also Modelle, die statt mit Exklusivität vor allem mit einem hohen Nutzwert und gutem Preisleistungsverhältnis punkten konnten, waren bei den Surfern gefragt“, sagt Helge Thomsen, der die – gerade auch beim jüngeren Messepublikum beliebte – V8-Ausstellungsreihe seit 2018 mitkuratiert. 2020 sind etwa ein 1959er Ford Ranch Wagon und ein Dodge Van A 100 von 1966, das Pendant zum VW-Bus, dabei.

Das Pendant zum VW-Bus, ein Dodge Van A 100 von 1966, darf bei den „V8-Surfcars“ in Halle 6 nicht fehlen (Foto: Helge Thomsen)

Seit Anfang 2020 zählt die nächste Generation von VW-Bussen zu den Oldtimern: der T4. Der Nachwuchs für die Klassikerszene sei gerade bei den 25- bis 35-Jährigen sehr gefragt, weiß der Bulli-Experte Dirk Klöß. Anhand einer präparierten T4-Caravelle ohne Einbauten erläutert er in täglich stattfindenden Workshops, auf welche rost- und korrosionsanfälligen Teile Kaufinteressierte besonders achten sollten.

Die Bremen Classic Motorshow findet statt von Freitag bis Sonntag, 31. Januar bis 2. Februar 2020, in allen Hallen der Messe Bremen sowie in der mobilen Halle 8. Die Hallen sind von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet regulär 16 Euro. Besucher, die den Park+Ride-Service nutzen und ihr Auto im Parkhaus Airport Bremen parken, erhalten Karten für sich und ihre Mitreisenden schon für 14 Euro. Zudem bekommen sie für 7 Euro ein Parkticket, das zugleich als Fahrschein für die Straßenbahn gilt – die Mitfahrer eingeschlossen.

Mehr Infos: www.classicmotorshow.de

Location:
Messe Bremen
Theodor-Heuss-Allee,
28215 Bremen