Motorradmarkt 2017 leidet immer noch unter Euro-3-Abverkauf

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Der Motorradmarkt 2017 in Deutschland befand sich mit 6392 Neuzulassungen im Oktober weiter auf Talfahrt. Das entspricht einem Rückgang um knapp 1250 Einheiten bzw. um 16,3 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres. Für die ersten zehn Monate des Jahres ergibt sich nach Angaben des Branchenverbandes IVM ein Minus von 11,8 Prozent auf 132 333 Fahrzeuge. Das sind 17 642 Maschinen weniger als 2016.

Der Verkauf von neuen Krafträdern ging im vergangenen Monat um 14,2 Prozent auf 4085 Stück zurück, während sich die Kraftroller mit 563 Einheiten nahezu exakt auf Vorjahresniveau bewegten. Leichtkrafträder verbuchten mit 1063 Fahrzeugen ein Minus von 27,3 Prozent und die Nachfrage nach Leichtkrafträdern sank um ein Fünftel auf 681 Neuzulassungen. Der Industrieverband Motorrad (IVM) macht für die aktuelle Entwicklung vor allem den breit angelegten Abverkauf von Euro-3-Maschinen sowie deren Kurzzeitzulassung vor dem Stichtag zum Jahresende 2016 verantwortlich. Dies habe zu einer entsprechenden Marktsättigung geführt.

„Würde man nur die über den Durchschnitt der Vorjahre hinausgehende Summe der Sonderverkäufe und Tageszulassungen des letzten Quartals 2016 vom Vorjahr abziehen und dann gleichzeitig zum Marktjahr 2017 hinzuaddieren, wäre die Bilanz nahezu ausgeglichen.“ sagt IVM-Hauptgeschäftsführer Reiner Brendicke.

Nun bleibt zu hoffen, dass die jüngst auf der Mailänder Motorradmesse EICMA präsentierten Neumodell-Offensive der Hersteller im nächsten Jahr Früchte trägt.

 

(Text: Auto-Medienportal)

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