Buell scheitert mit EBR erneut

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Die Geschichte der Buell Motorcycle Company kennt viele Höhen und Tiefen. Im Oktober 2009 kündigte Eigentümer Harley Davidson die Einstellung der Motorradfertigung an. Vor drei Jahren versuchte Erik Buell als Motorradhersteller den Neustart unter der Marke „EBR“ (Erik Buell Racing). Doch derzeit sieht es mal wieder nicht gut für die Sportmotorradschmiede aus.

Als Nischenanbieter hat man es nicht leicht, neben den etablierten Motorradherstellern zu bestehen. Technik-Genie Friedel Münch musste das vor vierzig Jahren einige Male leidvoll als Unternehmer erfahren, genauso wie Erik Buell mit seinen Sportmotorrädern heute. Denn schon mehrfach sind Buell‘s Projekte als Motorradhersteller gescheitert. Jetzt ist Buell wieder pleite.

Die Insolvenz wurde offiziell Ende Januar verkündet. Demnach hat Erik Buell Racing (EBR) die Produktion der Modelle SX, RX und Black Lightning eingestellt. Bereits produzierte Fahrzeuge werden weiterhin zum Verkauf angeboten. Garantieleistungen und Ersatzteilversorgung will EBR aufrechterhalten. Parallel will Erik Buell nach Investoren suchen, um möglicherweise mit frischem Geld die Produktion wieder aufnehmen zu können.

EBR hat auf der eigenen Webseite folgende Meldung am 31. Januar 2017 veröffentlicht: „EBR Motorcycles, LLC (“EBR”) located in East Troy, Wisconsin will continue to operate in East Troy to honor warranties and provide technical and parts support to current dealers and riders who bought motorcycles manufactured by EBR. EBR will begin a wind down of production operations. EBR will continue to review strategic alternatives with interested investors regarding production operations.“The limited production of remaining 2017 and 2016 EBR motorcycles are currently available from EBR’s top dealers.

Bereits in den 1990er-Jahren strauchelte die Marke, die dann sukzessive von Harley-Davidson einverleibt wurde. Auch unter der Regie von Harley verkauften sich die sportlichen Motorräder von Buell mit nur mäßigem Erfolg. In Folge der Lehman-Krise hat dann Harley-Davidson Ende 2009 die Marke Buell einfach eingestellt.

Anschließend baute Erik Buell die Firma EBR Erik Buell Racing auf und produzierte fortan Sportmotorräder mit Rotax-Motoren. Dabei stiegen Investoren ein und wieder aus, bis Buell 2015 erstmalig Insolvenz beantragen musste. Danach hoffte er, mit Unterstützung eines Insolvenzabwicklers profitabel zu werden. Doch auch dieser Plan ist wohl gescheitert.

Die Geschichte über Buell bzw. EBR gibt es hier.

 

(Autor: Mario Hommen/SP-X, Jens Schultze)

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