Soichiro Hondas Aufstieg zum weltgrößten Motorradhersteller

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1959 begann der Aufstieg zum globalen Player

Elf Jahre nach der Firmengründung eröffnete Honda selbstbewusst am 11. Juni 1959 mit der American Honda Motor Co, Inc. seine erste Auslandsvertretung. Mit einer Handvoll Mitarbeiter kümmerte sich der 39-jährige Kihachiro Kawashima von einem kleinen Büro in Los Angeles aus um den Aufbau eines Händlernetzes und verkaufte im Debütjahr knapp 1.700 Hondas vom Typ Super Cub C 100, Dream C70 und Benly. Neun Jahre später werden es bereits 1 Million Verkäufe sein. Zu den absoluten Bestsellern gehörte zweifellos die Super Cub, die in puncto Belastbarkeit und Ausdauer im täglichen Fahreinsatz konkurrenzlose Maßstäbe setzte. Mit einem bequemen Sitz, einem komfortabler Durchstieg, einem wirkungsvollen Schutzblech und einer narrensicheren Automatik erschloss Honda mit der C 100 erfolgreich neue Zielgruppen. Die bis 1983 verkauften 15 Millionen Exemplare sorgten für volle Kassen bei Honda.

1963 hatte Honda bereits 800 Motorradhändler in den USA unter Vertrag. Doch die Vorherrschaft englischer und amerikanischer Motorräder von Norton, Triumph, AJS, BSA oder Harley-Davidson war weiterhin ungebrochen. Honda wollte deshalb das Image des Motorradfahrens in den USA ändern und aus der Ecke öltriefender, vibrierender Donnerbolzen herausholen. Mit dem Slogan „You meet the nicest people on a Honda“ überwand Hondas teure Werbekampagne das negative, stereotypische Bild von Motorradfahrern. Dank Honda wurde Motorradfahren zunehmend mit Spaß und Leichtigkeit assoziiert.

Das Unternehmen wuchs weiterhin rasant und die Jahresproduktion übersprang 1962 die magische Schwelle von mehr als 1 Million Einheiten. Die Exportquote stieg auf mehr als 14%. Um der steigenden Nachfrage in Europa Rechnung zu tragen, begann Honda im Jahr 1963 mit der Fertigung von Motorrädern in Belgien, die erste Produktionsstätte außerhalb Japans. 1967 folgte eine Produktionsstätte in Thailand, um der wachsenden Nachfrage in Süd-Ost-Asien zu begegnen. Es folgen zwei Jahre später Taiwan und Malaysia.

In gewohnter Regelmäßigkeit unterstrich Honda seine Innovationskraft mit immer fortschrittlicheren und größeren Modellen. Längst wollte sich Nippons Nummer eins nicht mehr Hubraumzwerge beschränken. In Sachen Handlichkeit und Zuverlässigkeit setzte die CB 72 in Europa und den USA ganz neue Maßstäbe. 1965 folgte die bis dahin hubraumstärkste Honda. Die CB 450, die als „Black Bomber“ zur Legende wurde, verband phänomenale Motorleistungen mit hoher Spitzengeschwindigkeit und verwies die etablierte Konkurrenz aus Großbritannien in seine Schranken. Höhepunkt der Entwicklung war zweifelsfrei die CB 750 Four, mit der Honda 1968 in die Zweirad-Oberklasse ein- und aufstieg.

Von Jahr zu Jahr stellte Honda neue Produktionsrekorde auf. 1968 rollten 10 Millionen Zweiräder von den Bändern der Honda-Fabriken, 1971 schon 15 Millionen und zwei Jahre später waren es bereits 20 Millionen Einheiten. 1978 konnte das Unternehmen auf eine Jahresproduktion von 30 Millionen Motorräder und Roller zurückblicken.

1973 gab es den ersten Generationswechsel in der Honda-Führung

Im Alter von 67 Jahren traten Soichiro Honda und sein langjähriger Weggefährte Takeo Fuijsawa aus der aktiven Geschäftsleitung zurück. Neuer Präsident der Honda Motor Co., Ltd. wurde der frühere Entwicklungschef Kijoshi Kawashima.

Soichiro Honda bekam im hohen Alter zahlreiche Auszeichnungen. 1989 wurde er in die Automotive Hall of Fame in den USA aufgenommen und die Fédération Internationale de l’Automobile (kurz: FIA) ehrte ihn 1990 mit einer Goldmedaille. Der geistige Vater und Gründer der Honda Motor Co. starb 1991 im Alter von 84 Jahren.
Bis heute ist es Honda gelungen die einstige Innovationskraft beizubehalten. Neben Motorrädern zählen schon längst Automobile, Bootsmotoren, Jet-Skis, Roboter und sogar Flugzeuge zum Angebotsspektrum des Unternehmens. Heute gehört Honda zu den bekanntesten Marken weltweit. Mit einem Wert von mehr als 21 Mrd. US-$ rangiert die Marke auf Platz 20 der „Best Global Brands 2014“.

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