Wahre Schönheit – Moto-Mucci Honda CA95

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Es war der buchstäbliche Scheunenfund, von dem jeder Oldtimerfan träumt. Unter einer dicken Schicht aus Staub und Stroh lag eine Honda CA95 fünf Jahrzehnte in einem Dornröschen-Schlaf und fand irgendwann ihren Weg in die talentierten Hände von Dave Mucci vom Draft Studio. Beim Blick auf den Tacho traute Dave zunächst seinen Augen nicht. Sollte die CA95 wirklich gerade einmal 78 Meilen auf der Uhr haben? Aber tatsächlich, die Maschine, so erbärmlich er sie vorfand, war im Orginialzustand.

Dave Mucci, Designer aus Chicago, verdient seine Brötchen mit klassischem Industrie- und Möbeldesign. Seine Passion gilt aber auch alten Motorrädern. So reanimiert er verwaiste Motorrad-Oldtimer und verpasst ihnen seinen ganz persönlichen Custom-Stil, der ungewöhnlich und kühn ist, aber niemals aufdringlich. An Mucci’s Schöpfungen sieht man sich einfach nicht satt.

Bei seinen Projekten lässt sich Bikebuilder Mucci nicht treiben und gönnte sich im Fall der kleinen Honda CA95 ein ganzes Jahr kreativen Schaffens.

Typisch für die Hondas jener Jahre ist der „T-Bone“ Pressstahlrahmen, der sich vom Lenkerkopf bis zu hinteren Schutzblechwölbung erstreckt und der in einem warmen und entsättigten grau gehaltenen Moto-Mucci CA95 in Verbindung mit der hellbraunen Ledersitzbank, die sich sanft anschmiegt, eine gestreckte und gleichzeitig dynamische Linie verleiht.

Fender, Sitzbankrahmen und Tank-Wangen der Moto-Mucci Honda CA95 sind Neuanfertigungen mit gebürsteten Oberflächen, die der Designer geschickt mit hellbraunem Leder für Griffen, Tankpads und Sitzbank pointiert. Für einen Soziusbetrieb macht der zierliche Gepäckträger im Handumdrehen den Platz frei.

Beidseitig sitzen am Rahmen der Honda CA95 zwei Kästen, die im Werkszustand die Elektrik und Luftfilter aufnehmen. Mucci verzichtete bewusst auf diese beiden Platzfresser, indem er einen K & N Luftfilter direkt an den Vergaser montierte und die Elektrik der Maschine, die eh erneuert werden musste, in einer neu geschaffenen Box innerhalb des Rahmens unterbrachte. Das Rücklicht wich zwei LED-Einheiten von Prism Moto Co. Dort, wo die Kästen einst saßen, drapierte er nun zwei gepolsterte und farblich abgestimmte Seitentaschen, die von einem schlichten Käfig aufgenommen werden.

Den Neuaufbau kompletten schwarze Felgen mit breiter Bereifung, ein flacher Lenker und verstellbare Federbeine mit eigenem Reservoir. Und auf die Ohren gibt es was: Mucci verlängerte die neuen Krümmer zu Auspuffrohren und verzichtete auf wulstige Schalldämpfer, die die Formgebung nur unterbrochen hätten. „Der Sound ist überraschend tief und spritzig für eine 150’er, konstatiert Mucci.“

Umbau-Details zur Moto-Mucci Honda CA95:

  • Individuelle Sitzschale – Design und Polsterung
  • Seiten- und Heckgepäckträger mit individuellen Polstertaschen an den Seiten
  • Individuelle Kniepolster und Handgriffe
  • Neue LED-Rücklichter und – Halterung
  • Die gesamte Elektronik wurde im Inneren des Rahmens verlegt mit vollständig überarbeitetem Kabelbaum
  • Neue 6V Lithium Batterie von Shorai
  • Umwandlung von 6V auf 12V für Rücklichter und USB-Ladegerät in der Seitentasche
  • K & N Luftfilter
  • Individuelle Auspuff
  • NGK Rennzündung
  • Schutzblech vorne
  • Kenda K761 Reifen in der Größe 100 / 90-16
  • Größere 16×2.5 Zoll XS Felgen mit Edelstahlspeichen
  • Verbesserte hintere Stoßdämpfer mit externem Reservoir
  • Lackierung in glänzendem grau
  • Alle Metall-Oberflächen Nickel gebürstet

 

(Fotos: Patrick Daly)

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