Lamachine – Custom-Feinkost aus den Alpen

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An welches Land denken wir sofort bei hohen Bergen, Schokolade und Banken? Richtig, an unser liebes Nachbarland, die Schweiz! Wer aber assoziiert die Eidgenossen mit Custom Bikes? Vermutlich nur ganz wenige eingefleischte Kenner.

Aber das wollen Sebastian, Stefan und Marie von Lamachine ändern und widmen sich mit großer Leidenschaft nicht nur dem Verkauf von schnittigen Surfboards (!), sondern auch dem Umbau klassischer Motorräder zu feinen Custom Bikes. Inmitten der Bündner Berge lassen die drei in einem ehemaligen Kuhstall alte Motorräder in einem ganz neuen Licht erscheinen. Vor dem Haus steht dann der Julierpass für ausgiebige Testfahrten der Custom Umbauten zur Verfügung.

Lamachine-Hausstrecke: Julierpass
Der Julierpass ist ideal für ausgiebige Testfahrten (Quelle: Lamachine)

Dabei legt sich die Schweizer Motorradschmiede nicht auf einen Custom-Typen oder eine bestimmte Marke fest. Egal ob Cafè Racer, Brat Style, Scrambler, Cruiser oder Vollcross, Lamachine verwandelt im Kundenauftrag Kawasakis, Triumphs, Condors, Yamahas oder Hondas in exklusive Einzelstücke.

Das Schrauben von der Pike auf gelernt

Sebastian und Stefan fahren seit eh und je Motorrad und schrauben noch länger daran rum. Schon vor dem zehnten Lebensjahr hüteten sie etliche Mopeds im Holzschuppen von  Sebastians Eltern, alles richtige Alteisen.

Lamachine Werkstatt
Vor der Werkstatt im ländlichen Idyll (Quelle: Lamachine)

Mit dem Schrauben sammelten sie die notwendigen Erfahrungen, aus denen im Laufe der Jahre echte Leidenschaft entstand. Im letzten Jahr entschied sich Sebastian deshalb seinen Job an den Nagel zu hängen und nur noch Motorräder umzubauen.

„Mein bester Freund hilft mir dabei aus, wenn ich zeitlich oder technisch in der Bredouille stehe und so kam LAMACHINE zur Welt.“

In seiner Heimat, in den Bündner Bergen hat Sebastian auf knapp 1300 Meter einen alten Stall zum Wohnhaus umgebaut und den alten Kuhstall-Bereich zu einer Werkstatt umfunktioniert – das Eldorado von Lamachine.

In den Teeny-Jahren wurde die Schrauberei mit der Liebe zum Wellenreiten ergänzt. Einmal im Urlaub die Wellen berührt, war es um ihn geschehen.

„Für mich ist das Wellenreiten sehr nahe am Motorradfahren. Ein paar Meter und jedes Problem ist für einen Moment weit weg. Und so kam es, dass Lamachine heute auch erlesene Customboards verkauft, sogar in Wunschmassen wenn sich jemand auskennt. Wir bauen sie nicht selber, sondern unterstützen unseren wunderbaren Shaper am Atlantik, der genau nach derselben Philosophie lebt und arbeitet.“

Die Lamachine Philosophie

Philosophie von Lamachine ist simpel wie schön: jeder sollte die Möglichkeit haben ein schönes Motorrad zu fahren oder ein individuell zugeschnittenes Board zu surfen. Leider sind das Dinge, die eigentlich nicht lebensnotwendig sind, und dafür viel zu teuer verkauft werden.

„Wir wollen unseren Beitrag leisten, die Menschen glücklicher zu machen, indem sie auch in den Genuss der perfekten Welle oder dem Wind im Gesicht auf einer tollen Passstraße kommen. Mit genau IHREM Board und IHREM Bike. Das gelingt uns nur, wenn die Kosten nicht explodieren. Also bieten wir diese Dinge zu vernünftigen Preisen an. Dafür verlangen wir oft künstlerische Freiheit und versuchen teures „BlingBling“ zu vermeiden.“

Honda Bol d’Or 900 «dies irae»

Eines der letzten Projekte von Sebastian war eine 82’er Honda Bol d’Or, die sie von allen Verschalungen befreit, eine befreite Atmung ermöglicht und eine knackige Optik verliehen haben. Mit den fast 100 PS und spürbarem Gewichtsverlust geht mit diesem flexiblen Renner fast alles, nur nicht Motocross.

Mit vier Zylindern in Reihe, zwei obenliegenden Nockenwellen und Vierfach-Vergaser hat das Ding richtig Zunder und kann alles: Schlendern, reisen, surfen und brüllen und das völlig egal wie lange. 900 ccm Hubraum versprechen nicht nur, sondern halten auch entsprechend viel Drehmoment bereit.

„Dieser Bolide hat sehr viel Spaß gemacht, ist aber leider nicht mehr zu haben. Die Honda Bol d’Or „dies irae“ hat den richtigen Besitzer gefunden. Einen mit Kraft und Willen den zornigen Hengst auch mal in einem Tag bis an den Atlantik zu peitschen. Wir vermissen dieses Biest.“

 

(Fotos: Lamachine)

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