Yamaha RD Baureihe - von der RD 125 bis zur RD 400

Yamaha RD 250

Yamaha RD Baureihe – Revolutionär, Legende und Klassiker

Die Japaner machten sie so ziemlich alles besser als sie den Motorradbau revolutionierten und die Märkte im Sturmschritt eroberten. Wenn wir heute japanische Motorrad-Klassiker aus den 60er Jahren restaurieren, staunen wir immer wieder über die damalige Qualität. Den „Nippon-Drehorgeln“ hatte man ein frühes Ende prophezeit. Das Gegenteil ist eingetreten. Die Ingenieure hatten freie Hand und begründeten den Ruf der japanischen Motorräder, der bis heute Bestand hat. Als die Yamaha RD Anfang der 1970er Jahre die DS7 und R5 ablöste, waren die Maschinen ausgereift und grundsolide.

Der drehfreudige Zweitakt-Motor verleitete allerdings regelrecht dazu, es mit Tuningmaßnahmen zu versuchen. Damit ging die Zuverlässigkeit de RD’s flöten und verhalf den Maschinen zu einem zweifelhaften Ruf. Im Serientrimm und ordentlich gewartet, gab es hingegen selten Probleme mit der Yamaha RD Baureihe.

Wenn man die Yamaha RD der verschiedenen Baujahre und Modellreihen vergleicht, fallen zwei Merkmale auf. Erstens: Die Maschinen wurden immer schneller. Zweitens: Die Konstruktions- und Fertigungsqualität nahm immer weiter ab. Verkauften anfangs die Kaufleute, was die Techniker ersonnen hatten, wurden später die Ingenieure zu Erfüllungsgehilfen der Kaufleute.

Trotzdem muss man den Yamaha-Leuten bescheinigen, dass das Konzept der Yamaha RD Baureihe ein bestimmtes Klientel voll und ganz ansprach. Kaum ein Motorrad hat sich weltweit derart viele treue Freunde erworben wie die RD von Yamaha. Mit ihrer Motorleistung war sie die Revolution auf dem Zweitaktsektor, wurde zur Legende und Kultgegenstand einer ganzen Generation von Motorradfahrern und steht als Neoklassiker längst bei vielen Sammlern ganz oben auf der Wunschliste. Der Marktwert im Originalzustand erhaltener RD Yamahas ist heute schon weit höher als offiziell gelistet. Weil die Schere von Angebot und Nachfrage immer weiter klafft, ist ein Ende der Preisspirale nicht absehbar. Doch als reine Wertanlage ist eine RD Yamaha eigentlich viel zu schade. Ihren wahren Wert erkennt man nur, wenn man sie auch fährt. Mehr dazu.

Die luftgekühlten Yamaha RD Modelle View all RD 125 - RD 200 - RD 250 - RD 350

Während die wassergekühlten Yamaha RD Modelle nach wie vor beliebte Tuning- und Bastelobjekte sind und es nahezu unmöglich ist, eine Maschine im Originalzustand zu finden, gelten die luftgekühlten RD´s wie auch die unmittelbaren Vorläufer Yamaha DS7 und Yamaha R5 längst als Klassiker. Dabei erfreuen sich die „Rundtank“ RD Yamahas der Modelljahre bis 1975 einer noch größeren Beliebtheit als die von 1976 bis 1979 produzierten Sargtank RD´s. Die letzten luftgekühlten Yamaha RD´s, insbesondere die RD400,  bei denen Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit im Vordergrund standen, garantierten gleichzeitig auch Fahrspaß. Wegen ihrer Solidität, ihres gutmütigen Fahrwerks und wegen ihres bulligen Motors mit breitem nutzbaren Drehmoment war die luftgekühlte Yamaha RD 400 sehr beliebt. Viele Yamaha RD Besitzer versuchten aber durch unüberlegtes Tuning der Motoren noch mehr Leistung aus ihren Kisten herauszukitzeln – oft mit dramatischen Folgen.

Die wassergekühlten Yamaha RD Modelle View all RD 250 LC und RD 350 LC

Als Yamaha im Jahr 1980 die wassergekühlten Yamaha RD Zweizylinder auf den Markt brachte, war die Sensation perfekt: 38 PS aus 250 und 49 PS aus 350 Kubikzentimetern Hubraum – derartige Hubraumleistungen kannte man bis dato nur von Rennmaschinen! Renntechnik für alle – das suggerierte auch die Werbung, und die Motorradwelt erschauerte vor Ehrfurcht. Was für Raketen mussten das sein! Kannte man die luftgekühlten Vorgängermodelle bereits als agile und viel Fahrspaß vermittelnde Maschinen, musste die Yamaha LC alles bisher da gewesene übertreffen. Mit Überschriften wie „Feuerzeug“, „Heizgeräte“ und „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“ fachte die Presse die Erwartungen munter an und stellte die Weichen für eine geradezu verhängnisvolle Entwicklung.

Die ersten Yamaha RD LC Modelle der Jahre 1980 bis 1982 sind längst zum Objekt der Begierde jener Fans geworden, die damals eine besaßen oder gerne besessen hätten. In den Garagen gestandener Familienväter stehen liebevoll restaurierte RD250LC und RD350LC oder befinden sich in der Aufbauphase. Viele wollen ihre Yamaha RD von damals wieder haben und müssen heute nicht mehr so sehr aufs Geld schauen wie damals. Die Preise sind inzwischen kräftig angezogen und eine Ende der Preisspirale ist nicht absehbar. Dies gilt für komplette Maschinen im unverbastelten Originalzustand wie auch für rare Ersatzteile, insbesondere Plastikteile. Die Ur-LC ist heute ein echter Geheimtipp geworden. Wer eine besonders gute hat, gibt sie nicht mehr her. Bei den Power-Valve-Modellen steht die letzte Ausführung mit sagenhaften 63 PS Leistung besonders hoch im Kurs. Die 1WW ist relativ rar. Top-Exemplare dieser wassergekühlten Yamaha RD sind noch rarer. Wie man die Yamaha RD 350 LC und RD 250 LC restauriert und was es dabei zu beachten gibt, wird in einem mehrteiligen Restaurationsbericht detailliert erläutert.

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