Kawasaki Z 750 B

Als Kawasaki Ende 1975 die Z750 mit dem Parallel-Twin-Motor vorstellte, hatte sie keinen leichten Stand. Erst drei Jahre zuvor legte Yamaha mit seiner TX 750 eine mächtige Bauchlandung hin. Und längst schielte das PS-hungrige Publikum auf die geschmeidigen Vierzylinder-Modelle aus dem Hause Kawasaki und Honda. So überbot die Kawasaki Z 650 die Z750B in Sachen Leistung und Endgeschwindigkeit und die „Über“-Kawasaki 900 Z1 war längst zur Legende gereift. Und Honda hatte mit der CB 750 Four schon seit Jahren einen Bestseller im Portfolio.

Trotz ungünstiger Rahmenbedingungen brachte Kawasaki die Z750B als kerniges „Männermotorrad“ auf den Markt. Anders als die langhubige Konkurrenz von der britischen Insel entschieden sich die Konstrukteure für quadratisches Bohrung-Hub-Verhältnis von jeweils 78 Millimetern und platzierten vor und hinter die Kurbelwelle je eine Ausgleichswelle. Mit diesem technischen Trick verpassten sie dem Gleichläufer einen vibrationsfreien Motorlauf.

Auch beim Fahrwerk zeigte sich der Außenseiter von seiner besten Seite und bestach mit ausgezeichneten Fahreigenschaften. Der stabile Doppelschleifenrahmen sorgte für ein einwandfreies Handling und Stabilität in Kurven und auf der Geraden. Allerdings enttäuschte sie beim Sound, von einem klassischen Dampfhammer war die Z750B akustisch meilenweit entfernt.

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