Honda CB 750 Four – das Jahrhundert-Motorrad

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Honda CB 750 Four Modellentwicklung

In den fast 10 Jahren Bauzeit liefen über eine halbe Million 750er vom Band. Das Motorrad wurde in dieser Zeit mehrfach modellgepflegt und weiterentwickelt. Zu den wichtigsten Entwicklungsstufen zählen:

  • Die erste Honda CB 750 Four K0 wurde von 1969 bis 1970 gebaut. Sie verfügte noch über ein „Eins-in-Vier-Gaszugsystem“, so dass jeder Vergaser von einem  „Verteiler“ aus mit je einem dedizierten Seilzug betätigt wurde. Zur Auswahl standen drei Farbtöne: Candy Blue Green, Candy Gold und Candy Ruby Red.
  • 1970/71 folgte die CB 750 K1 nach. Wesentliche Änderung betraf die nun gleichgeschaltete Vergaserbetätigung durch Umstellung auf das „Zwei-Gaszugsystem“. Tank und Seitendeckel wurden neu gestaltet und in vier wählbaren Lackierungen angeboten. Das Gewicht legte um 17 Kg gegenüber der K0 zu.
  • 1972 kam die K2 mit Modifikationen an Rücklicht, Blinkern, Sitzbank und dem hinterem Kotflügel. Größere Reflektoren zollten einem gestiegenen Sicherheitsbedürfnis Tribut. Drei neue Farbtöne und Tankdekors sowie im Vergleich zur K0 kleinere Seitendeckeln ohne Schlitze an der Vorderkante betrafen weitere Anpassungen.
  • Für den amerikanischen Markt wurden die Modellvarianten K3, K4 und K5 gebaut (1973, 1974 bzw. 1975). Letztere waren auch für den japanischen Heimatmarkt vorgesehen.
  • 1975 erschien parallel zur K-Baureihe die CB 750 F1 (Super Sport). Auffälligste Unterschiede betrafen die Vier-in-Eins Auspuffanlage, einen geänderten Tank mit ebenem Deckel sowie eine verkleidete Heckpartie. Der Tank und Heckteil hatten eine knallgelbe Lackierung, während die Seitendeckel unlackiert schwarz blieben. Technisch überarbeitete Honda die Nockenwelle und die Vergaser. Das Hinterrad bekam eine Scheibenbremse spendiert.
  • Erst 1976 unternahm Honda mit der CB 750 K6 eine Modellpflege für den europäischen Markt. Neben einer auf 63 PS reduzierten Leistung gab es hellgrün unterlegte Instrumente, einen neuen Tank und flacheren Lenker. Die Käufer konnten sich nur für eine Farbgebung entscheiden: Candy Antares Red.
  • Von 1976 bis 1978 bot Honda eine (sog.) Hondamatic (CB 750 A) an, welche ein Halbautomatikgetriebe mit zwei Fahrstufen und einen Drehmomentwandler besaß. Allerdings fristete die Hondamatic eher ein Schattendasein.
  • 1977 kam dann die K7 auf den Markt, die sich im Wesentlichen den Motor mit der CB 750 F1 teilte und somit wieder 67 PS leistete. Als Lackierungen standen Candy Alpha Red sowie Excel Black zur Auswahl.
  • Ebenfalls 1977 debütierte die Honda CB 750 F2. Das Nachfolgemodell der F1 verfügte nun über eine Doppelscheibenbremse vorn und gesteigerte Leistungsdaten. Der F2-Motor verfügte über 73 PS und 63 Nm Drehmoment, welches für einen besseren Durchzug in unteren Drehzahlbereichen sorgte. Optisch stachen die neuen Comstar-Felgen, der schwarze Motor und die lackierten Seitendeckel ins Auge. Es gab zudem neue Vergaser mit integrierten Beschleunigerpumpen.
Honda CB 750 F1 Super Sport
1975 debütierte die Honda CB 750 F1 Super Sport (Quelle: Nippon-Classic.de)

 

Honda CB 750 F1 Super Sport
Optisch unterschied sich die F1 deutlich (Quelle: Nippon-Classic.de)

Die Honda CB 750 Four läutete Ende der 1960er eine neue Ära an Leistung, Laufruhe und Zuverlässigkeit in der Motorradwelt ein und dominierte in ihrem Segment die siebziger Jahre. Honda verhalf sie zu einer Spitzenstellung im Motorradbau.

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